Monatsabschluss September 2019 – Ein Spike im Crude Oil und etwas Cashflow

Monatsabschluss

Da ist es wieder passiert. Das Black-Swan Event und diesmal im Ölmarkt. Eine saudische Ölfabrik wurde mit einer Drohne angegriffen. Dies hatte natürlich unmittelbaren Einfluss auf die Future Märkte. Der Ölpreis hat über Nacht eine Kurslücke nach oben gebildet. Zu dieser Zeit hatte ich Strangles auf Crude Oil (/CL) offen und die Call Optionen dieser Strangles eröffneten tief rot.

Crude Oil (www.tradingview.com)

Entsprechend der Buchverluste ging die Margin auch durch die Decke. Vor der Kurslücke Mitte September hatte ich eine Marginauslastung von etwa 30 %. Am Tag der eröffnen des Marktes stieg die Marginauslastung auf über 60 %.

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Dies war natürlich noch kein Grund zur Panik. Jedoch konnte ich nicht ausschließen, ob der Kurs in den nächsten Tagen weiter steigt und die Calls damit ins Geld laufen. Um die Margin zu reduzieren und mein Konto zu entlasten, habe ich eine der Call Optionen mit Verlust geschlossen. Bei weiteren Strangles auf Crude Oil (/CL) habe ich den Put näher an den Kurs gerollt und gute Gewinne realisiert.

Einige Tage später gab der Ölpreis wieder stark nach, sodass die Puts angegriffen wurden. Ich konnte die Calls mit Gewinn nach unten rollen und die Einstandskurse damit deutlich verbessern. Einige Positionen habe ich weiterhin offen und mit in den Oktober genommen.

Jetzt aber erstmal zum Monatsabschluss September 2019.

Übersicht des Cashflows und der Kosten im September 2019

Wie üblich stammt der Cashflow auch in diesem Monat im Wesentlichen aus Prämien durch den Verkauf von Optionen an der Börse. Dieser Cashflow wird durch Dividendeneinnahmen von Aktien ergänzt, die ich im Depot habe.

Auf der Ausgabenseite befinden sich zum einen die Kommissionen für den Kauf- und Verkauf der Optionen, Abonnements für Marktdaten, sowie Zinsen und Gebühren.

Die Einnahmen

Realisierter Gewinn aus dem Verkauf von Optionen

Durch den Verkauf von Optionen habe ich diesen Monat einen Gewinn von 1.209,00 EUR realisiert.

Hierbei handelt es sich um den Gewinn vor Gebühren, vor sonstigen Kosten, sowie vor Steuer.

Realisierte Aktiengewinne

Diesen Monat wurden keine Aktiengewinne realisiert.

Dividendenerträge

Im September 2019 wurden 257,75 EUR an Brutto-Dividendeneinnahmen generiert. Bei diesen Dividendeneinnahmen handelt es sich auch wieder um die Einnahmen vor Steuer. Für die Vereinnahmung von Dividenden, fallen meinem Broker keine Gebühren an.

Die Ausgaben

Kommissionen bzw. Provisionen

Hinter den Provisionen versteckt sich die Summe der Ordergebühren, die ich an den Broker gezahlt habe. Diese beinhalten sowohl die Kommissionen für die Optionskäufe und -verkäufe, sowie für jeglichen Währungshandel.

Im September 2019 betrugen diese Provisionen 330,66 EUR.

Wie eingangs beschrieben, muss ich einige Positionen, teilweise auch des Öfteren, rollen. Dies hat zu einer höheren Summe an Provisionen geführt.

Zinsen und andere Gebühren

Diesen Monat sind 27,02 EUR an Soll-Zinsen aufgelaufen, die ich an den Broker gezahlt habe.

Die letzte kleinere Ausgabenposition sind die “anderen Gebühren”. Ich habe einige Real-Time Kurse, also Echtzeitbörsendaten, sowie Unternehmensdaten abonniert. Je nach Broker “waived” dieser Gebühren für einige Datenpakete, sofern man ein fest gelegtes Minimum an Provisionen pro Monat generiert. Bei den meisten Daten ist dies bei mir der Fall.

Die “anderen” Gebühren betrugen diesen Monat 36,31 EUR. Dies sind im wesentlichen Marktdaten.

Der Cashflow

Schauen wir uns nun die Übersicht des gesamten Cashflows für den Monat September 2019 an.

ArtBetrag
Realisierter Gewinn aus Stillhaltergeschäften:1.209,00 EUR
Realisierter Gewinn aus Aktienhandel:0 EUR
Dividendenerträge:      257,75 EUR
Summe (brutto):1.466,75 EUR
Provision:-330,66 EUR
Zinsen und andere Gebühren:-63,33EUR
Summe (netto VOR Steuer):1.072,76 EUR

Einkommen durch den Verkauf von Optionen (Stillhaltergeschäfte)

Ein großer Teil des Cashflows aus den Optionen stammt wieder von Futures.

Mit den folgenden Optionen habe ich diesen Monat einen Gewinn, bzw. Verlust realisiert:

Gewinn- / Verlustübersicht Put Optionen September 2019
(Screenshot aus TradingdiaryPro)

Die verkauften Put Optionen haben in Summe einen ordentlichen Cashflow generiert.

Gewinn- / Verlustübersicht Call Optionen September 2019
(Screenshot aus TradingdiaryPro)

Auf dem zweiten Screenshot erkennst du die Future Call Option auf Crude Oil, die ich mit Verlust geschlossen habe. Leider hat mir diese eine Position so ziemlich den Cashflow versaut.

Einkommen durch Dividendenerträge

Folgende Dividendeneinnahmen habe ich im September 2019 generiert:

BasiswertBetrag
PSX82,01 EUR
KHC36,12 EUR
TROW139,62 EUR
Summe:275,75 EUR

Einkommen durch Aktien

Im August gab es keine geschlossenen Aktientrades.

Das Dividendendepot

Eingebuchte Aktien

Diesen Monat wurden mir 200 Aktien von Altria (MO) zu einem Kurs von 45 USD eingebucht. Hierbei wurden zwei vorher verkaufte Put Optionen durch den Käufer dieser Optionen ausgeübt. Diese Optionen hatte ich geschrieben, um mein Dividendendepot weiter aufzustocken.

Ausgebuchte Aktien

Im September 2019 wurden mir keine Aktien ausgebucht.

Aktueller Stand des Aktiendepots zum 30.09.2019

Zum Schluss schauen wir uns nun den aktuellen Depotbestand an. Folgende Aktien führe ich zurzeit im (Dividenden-)Depot:

AnzahlUnderlying
2001COV
100KHC
240MO
100PSX
100RCL
201TROW
98WPP
100WRK

Lessons learned und nächste Schritte

Seit dem Artikel zum Monatsabschluss Mai 2019 habe ich eine neue Sektion eingeführt: Lessons Learned.

Folgende Learnings habe ich diesen Monat für mich mitgenommen:

  1. Mehr diversifizieren: Letzten Monat hat sich wieder gezeigt, dass eine Konzentration auf ein Underlying (in diesem Fall /CL) zwar zu guten Gewinnen führen kann. Auf die Kehrseite der Medaille führt diese Konzentration zu starken Verlusten, sollte das Underlying mal stark in die falsche Richtung laufen. So müssen dann gleich mehrere Positionen gemanaged werden. Ich bin eher ein Fan von geringerer Volatilität.
  2. Meine Diversifizierung sieht vor, neben Rohstoffen und Einzelaktien weitere unkorrelierte Märkte mit in bei Portfolio einzubauen. Die Details werde ich noch erarbeiten.
  3. Erarbeitung einer Hedgingstrategie für Aktien im Portfolio.

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Chris

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8 Gedanken zu “Monatsabschluss September 2019 – Ein Spike im Crude Oil und etwas Cashflow

  1. Wieder ein richtig guter Artikel!

    Schön, dass du es trotz Black Swan event noch zu einem positiven Cashflow geschafft hast. Ja, du hattest in den letzten Monaten immer sehr stark konzentrierte Positionen (hatte ich an anderer Stelle ja schon mal angemerkt), aber diese auch wirklich sehr gut gemanagt. Persönlich würde es für mich eher passen etwas mehr zu Diversifizieren, aber vielleicht auch, da ich nicht so gut im kurzfristigen Management von Positionen bin wie du. Bisher hast du ja vor allem Tesla, Öl und Wirecard als Underlying gehabt, also Werte mit hoher impl. Vola. Bin gespannt, wie du dies erweitern wirst.

    Kannst du noch etwas zu deinem VXX Trade sagen. Das wäre interessant zu verstehen.

    1. Hi Philipp,

      Danke dir! Ich schreibe immer gerne VIX Short Puts wenn der VIX relativ weit unten ist. Es kommt alles paar Wochen meistens zu einem starken Anstieg der Vola und damit kann ich dann Gewinne mitnehmen. Das gehört unter anderem zu meiner Diversifikation.

      Beste Grüße
      Chris

  2. Das Problem sehr smart gelöst!
    Es zeigt sich wer sein Handwerk versteht wird auch vom Black Swan nicht gegrillt!

    Aber hey, jetzt nicht im Oktober mit einem 5 stelligen Ergebnis mal eben neue Benchmarks setzen 😉
    Beste Grüße, René

    1. Hi Rene,

      Danke dir für deinen Kommentar!

      Hauptsache es geht langfristig nach oben :-). Also mal schauen was der Oktober so bringt.

      Beste Grüße
      Chris

  3. Hallo Chris,

    handelst Du im wesentlichen Naked Calls und Naked Puts?
    Ich handele jetzt seit 2 Jahren Optionen und nutze mitterweile meist Put /Oder Call Spreads.

    Nachteil der höheren Gebühren ist mir klar – allerdings kann ich so die Margin-Anforderung deutlich reduzieren.
    Viele Grüße

    Christian

    1. Hi Christian,

      Ja, genau. Im Wesentlichen nacked Puts und Calls, einzeln und als Strangles, aber auch Covered Calls auf Aktien, die ich im Depot habe.

      Die Reduzierung der Marginanforderungen ist aus meiner Sicht ein gutes Argument mit vertikalen Spreads zu arbeiten. Den Nachteil sehe ich jedoch darin, dass der mögliche Gewinn drastisch reduziert wird, während die Gewinnwahrscheinlichkeit aber gleich bleibt, wie bei der ungedeckten Position. Hierzu wollte ich sowieso nochmal einen Beitrag veröffentlichen 🙂

      Der Return on Capital ist natürlich auch sensationell bei Spreads aufgrund der geringen Marginanforderungen.

      Beste Grüße
      Chris

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