Monatsabschluss Juli 2019 – Cashflow, Cashflow, Cashflow

Monatsabschluss

Hier präsentiere ich meinen Monatsabschluss für den Monat Juli 2019. Der Cashflow stammt wie üblich aus dem Verkauf von Optionen und Dividendenerträgen. Die Dividenden stammen von Aktien, die mir durch ausgeübte Put Optionen ins Depot gebucht wurden.

Im Juni habe ich meine Future Positionen in Crude Oil (/CL) weiter ausgebaut. Daher stammt ein großer Teil des Cashflows nun auch aus geschriebenen Optionen auf /CL.

Kommen wir nun zu dem eigentlichen Monatsreport.

Übersicht des Cashflows und der Kosten im Juli 2019

Der Cashflow durch den Verkauf von Optionen generiert sich durch die Einnahme von Prämien durch das Schreiben von Optionen und Dividendenerträgen. Die gezahlten Provisionen bzw. Kommissionen für den Kauf- und Verkauf, sowie Zinsen und sonstigen Gebühren werden als Ausgaben verrechnet. Des Weiteren kommen hin und wieder mal Gewinne durch verkaufte Aktien hinzu. Da ich Aktien nicht direkt kaufe, wurden diese mir in diesem Fall durch ausgeübte und ins Geld gelaufene Put Optionen eingebucht.

Einnahmen

Realisierter Gewinn aus dem Verkauf von Aktienoptionen

Durch den Verkauf von Optionen habe ich im Juli einen Gewinn von 7.138,77 EUR realisiert.

Hierbei handelt es sich um den Gewinn vor Gebühren, vor sonstigen Kosten, sowie vor Steuer.

Realisierte Aktiengewinne

Im Juli 2019 wurden keine Aktiengewinne realisiert.

Dividendenerträge

Im Juli 2019 wurden 131,31 EUR an Brutto-Dividendeneinnahmen generiert. Bei diesen Dividendeneinnahmen handelt es sich auch wieder um die Einnahmen vor Steuer. Gebühren hierfür fallen keine an.

Ausgaben

Provisionen

Hinter den Provisionen versteckt sich die Summe der Ordergebühren, die ich an den Broker gezahlt habe. Diese beinhalten sowohl die Kommissionen für die Optionskäufe und -verkäufe, sowie für jeglichen Währungshandel. Letzteres kann vorkommen, wenn Optionen ausgeübt wurden und ich dadurch US Dollar Aktien ins Depot gebucht bekommen habe. Dann Kaufe ich die entsprechende Währung, um die Leihgebühren zu verringern.

Im Juli 2019 betrugen diese Provisionen 285,82 EUR. Diesen Monat haben die Provisionen im Vergleich zum Juni 2018 wieder deutlich abgenommen. Hintergrund sind einzelnen Positionen mit höheren Prämien, sowie die geringere Anzahl der Trades im Juli 2019.

Zinsen

Diesen Monat sind 38,24 EUR an Soll-Zinsen aufgelaufen, die ich an den Broker gezahlt habe.

Zum einen sind die Strafzinsen, aufgrund von Cashbestand in Euro. Zum anderen Leihgebühren für USD Dollar.

Die zinspflichtigen Positionen habe ich im Laufe des Julis sukzessiv abgebaut.

Andere Gebühren

Die letzte kleinere Ausgabenposition sind die “anderen Gebühren”. Ich habe einige Real-Time Kurse, also Echtzeitbörsendaten, sowie Unternehmensdaten abonniert. Je nach Broker “waived” dieser Gebühren für einige Datenpakete, sofern man ein fest gelegtes Minimum an Provisionen pro Monat generiert. Bei den meisten Daten ist dies bei mir der Fall.

Die “anderen” Gebühren betrugen diesen Monat 17,31 EUR. Dies sind im wesentlichen Marktdaten.

Der Cashflow

Schauen wir uns nun die Übersicht des gesamten Cashflows für den Monat Juli 2019 an.

ArtBetrag
Realisierter Gewinn aus Stillhaltergeschäften: 7.138,77 EUR
Realisierter Gewinn aus Aktienhandel:0 EUR
Dividendenerträge:      131,31 EUR
Summe (brutto):7.270,08 EUR
Provision:-285,82 EUR
Zinsen:-38,24 EUR
Andere Gebühren:-17,31 EUR
Summe (netto VOR Steuer):6.928,70 EUR

Einkommen durch den Verkauf von Optionen (Stillhaltergeschäfte)

Mit den folgende Optionen habe ich diesen Monat einen Gewinn, bzw. Verlust realisiert:

Gewinn- / Verlustübersicht Optionen Juli 2019
(Screenshot aus TradingdiaryPro)

Gewinn- / Verlustübersicht Optionen Juli 2019
(Screenshot aus TradingdiaryPro)

Die Trefferquote, also das Verhältnis zwischen Trades, die mit Gewinn und Trades, die mit Verlust geschlossen wurden, betrug diesen Monat erstaunliche 97,5%.

Einkommen durch Dividendenerträge

Folgende Dividendeneinnahmen habe ich im Juli 2019 vor Steuer generiert:

BasiswertBetrag
MO28,44 EUR
WPP40,80 EUR
RCL62,07 EUR
Summe:131,31 EUR

Einkommen durch Aktien

Im Juli gab es keine geschlossenen Aktientrades.

Das Aktiendepot

Eingebuchte Aktien

Im Juli 2019 wurden mir keine Aktien eingebucht.

Ausgebuchte Aktien

Im Juli 2019 wurden mir keine Aktien ausgebucht.

Aktueller Stand des Aktiendepot zum 31.07.2019

Zum Schluss schauen wir uns nun den aktuellen Depotbestand an. Neu hinzugekommen sind MO und WPP. Diese habe ich von meinem anderen Depot auf das Lynx Depot übertragen. Folgende Aktien führe ich zurzeit im (Dividenden)Depot:

AnzahlUnderlying
2001COV
100KHC
40MO
100PSX
100RCL
201TROW
98WPP
100WRK

Lessons learned und nächste Schritte

Im Artikel zum Monatsabschluss Mai 2019 habe ich eine neue Sektion eingeführt: Lessons Learned.

Folgende Learnings habe ich diesen Monat für mich mitgenommen:

  1. Die Future Positionen auf /CL laufen bisher sehr gut. Ich fahre meine Strategie hier weiter konstant und beobachte weiterhin die Profitabilität.
  2. Mein Portfolio-Beta liegt zurzeit bei nahe 0. Und das macht sich auch bemerkbar. Geht es am Markt einen Tag abwärts, spüre ich davon kaum etwas im Portfolio. Somit generiert mein Depot stetig Cashflow unabhängig vom Markt, da ich sowohl Calls, wie auch Puts verkaufe.

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12 Gedanken zu “Monatsabschluss Juli 2019 – Cashflow, Cashflow, Cashflow

  1. Die Future Positionen auf /CL würden mich mal interessieren. Ich habe bisher nur Optionen auf Aktien geschrieben.
    Hast einen Tipp? Danke

    1. Hi Christopher,

      Was meinst du genau? Die Futurepositionen sind auch entsprechend in der Einkommensaufstellung. Underlying CL.

      Beste Grüße
      Chris

  2. Hi Chris,

    also ich habe noch nie Futurepositionen gehandelt. Mich würde einfach mal interessieren, wie man an die Sache ranget wie Du den Markt dazu bewertest usw.

    Liebe Grüße

    Christopher

    1. Hi Christopher,

      am besten liest du dich erstmal zu Futures an. Während sich eine Aktienoption immer auf 100 Aktien des Basiswerts bezieht, ist das Verhältnis bei Futures unterschiedlich. So bezieht sich zum Beispiel eine Option auf Crude Oil /CL auf 1000 barrels.

      Danach dann Paper Traden oder einfach mal mit einer kleinen Position starten.

      Beste Grüße
      Chris

  3. Hallo Chris

    Finde gut, dass Du diese Seite betreibst und Du hast ja auch finanziellen Erfolg damit.

    Wenn aber mal einen Börsencrash von 20% bis 25% kommt, verlierst du alles was Du eingenommen hast. Deine Strategie funktioniert aus meiner Sicht nur unter “normalen” bzw. “geordneten” Marktverhältnissen.

    Beste Grüsse

    Patrick

    1. Nachtrag: Auch ein Beta von 0 zum Aktienmarkt nützt aus meiner Sicht dann nicht allzu viel, da man mit den verkauften Put-Optionen wesentlich mehr verliert, als die Einnahmen aus den Call-Optionen.

      Beste Grüsse

      Patrick

      1. Ja da hast du vollkommen recht, dass die Calls nicht so viel generieren, wie die Puts im Crash verlieren. Aber es gibt ja noch weitere Möglichkeiten sein Portfolio Beta neutral aufzubauen, nicht nur durch Calls und Puts. Wie handhabst du denn dein Portfolio hinsichtlich Beta bzw. Delta?

    2. Hi Patrick,

      Danke für dein Feedback! Kannst du etwas genauer erläutern was du meinst? Natürlich kann es immer ein Black Swan Event geben und eine einzige Strategie funktioniert nicht bei allen Marklagen. Je nach Marksituation wird die Strategie aber angepasst und gemanagt.

      Beste Grüße
      Chris

      1. Hi Chris

        Herzlichen Dank für Dein Feedback. Ich schreibe auch Calls oder Puts, einfach in einem geringen Umfang, da ich eben noch nicht genau weiss, wie ich ein Black Swan Event “überlebe”, sollte dieser eintreffen. Denn bei Black Swan Events können die Aktien in der Tat 25% runter gehen und die Volatilität ist zu diesem Zeitpunkt auf dem Höchststand, was für ein Options-Portfolio nicht gerade gut ist.

        Hast Du eine Idee, was in einer solchen Situation zu tun wäre? Oder wie überlebt man ein Black Swan Event? Denn statistisch gesehen, gehen die Aktienmärkte alle 10 Jahre 1-Mal um mindestens 30% runter.

        Herzlichen Dank für Dein Feedback.

        Beste Grüsse aus Zürich.

        Patrick

        1. Moin Patrick,

          um das Risiko deines Portfolios zu berechnen und zu simulieren bietet die TWS den Risk Navigator an. Hier kannst du auch entsprechende Drawdowns zum simulieren und dir die Auswirkungen auf dein Portfolio anzeigen lassen. Als Stillhalter haben wir ja die Möglichkeit Optionen zu rollen und somit von der erhöhten IV bei Drawdowns zu profitieren. Die Drawdowns führen ja meistens in den Folgewochen bzw. Monaten zu Rallies am Markt. Ich würde generell immer mein Portfolio auf mehreren Standbeinen aufbauen. Dazu gehören neben Optionen auf Aktien und Futures, auch Dividendenaktien im Portfolio. Was man auch machen kann ist den VXX zu nutzen und langfristige Puts zu schreiben. Im Falle eines Drawdowns schießt die Volatilität in die Höhe und wir können damit unser Portfolio gegen fallende Kurse hedgen.

          Dies sind nur einige Möglichkeiten. Hier kann ich nur empfehlen sich mit dem Risk Navigator mal auseinander zu netzen und sich eine eigene Portfoliostrategie zurecht zu legen.

          Beste Grüße in den Schweiz.
          Chris

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