Diese Inhalte gehören in deine persönliche Tradingstrategie

Tradingstrategie

Bevor ich wieder näher auf meine weiterentwickelten persönlichen Tradingstrategie eingehe, möchte ich dir zeigen, welche Inhalte in jede Tradingstrategie gehören. Dies ist unabhängig davon, was du am Kapitalmarkt handelst. Denn Inhalte aus einer Handelsstrategie gelten sowohl für Aktien, ETFs, Future, wie auch für Optionen.

Da ich mich in meinem Blog auf Optionen konzentriere, liegt der Fokus hier auf einer Handelsstrategie für das Handeln von Optionen. Speziell geht es hier um Stillhaltergeschäfter, also das Schreiben von Optionen.

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Allgemeine Anforderungen

Ich unterteile den Inhalt meiner Strategie in nur zwei Abschnitte:

Der erste Teil behandelt den Einstieg, also das Eröffnen des Trades. Der zweite Teil behandelt dem Ausstieg, also das Schließen der offenen Position. Das Moneymanagement behandele ich beim Einstieg in den Trade.

Wichtig ist, dass die Strategie schriftlich niedergeschrieben ist. Egal ob du das Ganze handschriftlich niederschreibst, eine Textverarbeitung oder eine Power Point Präsentation nutzt. Denn nur wenn du deine Strategie(n) schriftlich fixiert hast, kannst du nach Schließen des Trades auch prüfen, ob du dich an deine Strategie gehalten hast. Nachdem du viele Trades mit einer Strategie umgesetzt hast, lässt sich diese dann auch Finetunen und die Details weiter verbessern und somit die Profitabilität steigern.

Der Einstieg – Eröffnen des Trades

Das erste Segment einer Strategie ist der Einstieg. Mit dem Eröffnen des Trades fängt alles an. Somit legst du hier unter anderem die Marktbedingungen, die Basiswerte bzw. Produkte, sowie die spezifischen Voraussetzung der Basiswerte bzw. Produkte fest, bevor du überhaupt ins Handeln kommst.

Diese Sektion beinhaltet hier auch die Regeln zum Moneymanagement und der Positionsgrößen.

Welche generellen Marktbedingungen müssen vorliegen?

Bevor ich in zu den spezifischen Voraussetzung komme um einen Trade zu eröffnen, legst du hier fest welche Marktbedingungen als Voraussetzung für den Trade gelten müssen. Hierbei kann zum Beispiel ein bestimmter Kennzahlen im Market Monitor oder die Lage der Indizes Voraussetzung sein. Ganz klassisch kann dies dann bedeuten, dass du diese Strategie nur in einem Aufwärtstrend handelst. Oder nur in Extremsituationen, wenn Panik am Markt vorliegt.

Beispiel: Innerhalb dieser Handelsstrategie darf nur ein Trade eröffnet werden, wenn der Kurs des S&P 500 über dem 200er gleitenden Durchschnitt liegt.

Welche Underlyings möchte ich handeln?

An dieser Stelle definierst du, welche Produkte oder Werte du handeln möchtest. Fokussiert deine Strategie zum Beispiel nur auf Aktienoptionen, dann schreibe dies so nieder. Handels du nur Optionen auf Index ETFs, so gehört auch das in die Strategiebeschreibung. Je detaillierter du das Tradingvehinkel fest legst um so besser.

Beispiel:

  • Es dürfen nur Optionen auf den SPY gehandelt werden.
  • Die Laufzeit der Optionen soll zwischen 30 und 60 Tage betragen.

Welche spezifischen Voraussetzung müssen für die Eröffnung des Trades vorliegen?

Als nächstes geht es darum zu definieren, wann genau du in einem der eben fest gelegten Werte einen Trade eröffnest. Dies kann zum Beispiel ein technisches Chartsignal oder ein bestimmtes Delta einer Option sein. Auch hier gilt: Je genauer du die Voraussetzungen beschreibst, desto besser.

Beispiel:

  • Das Underlying muss über dem 50er gleitenden Durchschnitt handeln und die letzten beiden Handelstage sind Downdays.
  • Es müssen mindestens 300 offene Optionspositionen vorliegen.
  • Die implizierte Volatilität muss über 30 liegen.

Für Aktienoptionen kann auch eine Voraussetzung sein, dass während der Optionslaufzeit keine Earnings vorliegen.

Was ist die ideale bzw. maximale Positionsgröße?

Diese Sektion dreht sich um dein Moneymanagement und die maximale Positionsgröße des Trades. Hier definierst du, wie viel Kapital du bereit bist pro Trade zu investieren. Gerade als Optionsverkäufer gewinnen wir durch kleine und viele Trades. Daher solltest du die Positionsgröße möglichst klein wählen. Ich selber riskiere maximal 0,5% meines Portfolios pro Optionstrade.

Beispiel: Maximale Positionsgröße pro Trade maximal 0,5% der Portfoliogröße

Welche Margin darf es sein?

Generell achte ich darauf, dass meine Marginauslastung maximal 50% beträgt. Denn steigt die Volatilität an oder bewegt sich das Underlying gegen meine Traderichtung, so kann auch die Mindestmargin des Portfolios ansteigen.

Beispiel: Die Marginauslastung für neue Trades darf 50% nicht überschreiten.

Neben der Berücksichtigung der Margin des gesamten Portfolios, habe ich für mich Richtlinien für die Margin pro Trade definiert. So möchte ich einen möglichst hohen Return on Margin generieren. Daher macht es für mich Sinn, dies in der Tradingstrategie zu definieren.

Beispiel: Pro 100 USD Prämie maximal 1.000 EUR Marginauslastung.

Der Ausstieg – Schließen des Trades

Im zweiten Teil folgen nun die Regeln für das Schließen des Trades. Hierzu gehören Regeln zur Gewinnmitnahme, Verlustbegrenzung und das managen der Verlustposition.

Was ist mein Gewinnziel?

Wir alle wollen Gewinne machen. Daher ist es auch zwingend notwendig die Regeln zur Gewinnmitnahme in der Tradingsstrategie zu definieren.

Für meine Optionstrades handele ich aktuell nach der 50% Regel. Dies bedeutet, dass ich bei 50% Gewinn die Position mit Gewinn schließe und das freie Kapital wieder für neue Trades verwende.

Beispiel: Position bei 50% Gewinn schließen.

Wo ist mein Stop-Loss bzw. wann steige aus?

Nicht immer verläuft ein Trade wie geplant. So kann es sein, dass der Markt sich dreht und das entsprechende Underlying sich in die entgegengesetzte Richtung dreht. Bei Optionstrade mit “undefiniertem Risiko”, wie zum Beispiel nackte Puts, ist es nun um so wichtiger, den Trade frühzeitig zu managen. Für mich bedeutet dies die Position zu schließen und ggf. eine neue Position zu eröffnen (Rollen). Damit du nicht der Gefahr läufst, emotional zu handeln und der Verlust weiter ansteigt, solltest du dir harte Regeln setzen, wann du eine Position mit Verlust schließt.

Bei Optionsverkäufen bietet es sich hier an, sowohl einen maximal Verlust zuzulassen, z.B. 200%, oder aber auch bei einem bestimmten Delta die Position zu schließen und zu managen. Der Umgang mit einem Stop-Loss ist natürlich wieder von deiner Strategie abhängig. Hier wieder ein Beispiel:

Beispiel:

  • Es wird ein mentaler Stop-Loss gesetzt und die Position bei 200% Verlust geschlossen.
  • Die Position wird bei einem Delta > 0,4 geschlossen

Wie manage ich eine Verlustposition?

Bei Optionstrade gibt es immer die Möglichkeit Positionen zu rollen. Dies kann bedeuten die verkaufte Optionen mit dem selben Strike zeitlich nach nach vorne zu rollen, den Strike nach unten oder oben zu rollen und die Laufzeit der ursprünglichen Option bei zu behalten, oder die Optionen zeitlich nach vorne und den Strike zu unten oder oben rollen.

Sollte rollen für dich in Frage kommen, so gehören die Regeln, wie Verlustpositionen zu rollen sind, in die Tradingstrategie.

Beispiel: Wenn meine Stop-Loss Bedingung erfüllt ist, schließe ich die Position und rolle mit dem selben Strike einen Monat nach vorne.

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