Mit dem Market Breadth Monitor die Stimmung am Aktienmarkt messen

Market Breadth Monitor

Der Market Breadth Monitor misst die Stimmung auf den Finanzmärkten und gibt einen Überblick über die derzeit Lage am Kapitalmarkt. Die Verfügbaren Daten werden in Echtzeit abgerufen. Dies bedeutet, dass die Daten so aktuell sind, wie sich von diversen Quellen und Webseiten bereitgestellt werden. Üblicherweise sind diese Daten daher leicht verzögert, was der aktuellen Interpretation der Marktlage aber keinen Nachteil bringt. Die Aktualisierung verläuft automatisiert, sobald du die Webseite mit dem Market Breadth Monitor aufrufst.

Wie der Market Breadth Monitor aufgebaut ist

Messung der Future Volatilitäten

Im oberen Bereich findest du die aktuellen Volatilitäten ausgewählter Futures, sowie den Verlauf der VIX Futures unterschiedlicher Laufzeiten. Zu den ausgewählten Volalitity Futures zählt der VIX Future (CBOE Volatility Index), der VVIX (CBOE VVIX Index), der die Änderungsgeschwindigkeit des VVIX abbildet, OVX (Crude Oil Volatility), GVX (CBOE Gold Volatility), sowie dem EVZ (CBOE EURO Currency Volatility Index). Die letzten drei Futures spiegeln die Volatilität von Crude Oil, Gold, sowie des Euros wieder.

Der Veroptionierer - Screenshot Market Breadth Monitor
Der Veroptionierer – Screenshot Market Breadth Monitor

Market Breadth

Der obere mittlere Teil, genannt Market Breadth, besteht im wesentlichen aus vier Indikatoren:

Advance / Decline: Gibt Das Verhältnis an, wie viele Aktien gestiegen und wie viele gefallen sind. Ich unterteile hier zwischen kurzfristig (Short Term), mittelfristig (Mid term) und langfristig (Long term). Diese Unterteilung wird im Market Breadth Monitor durch die Advance/Declines an einem Tag, der letzten fünf Tage, sowie der letzten 20 Tage gemessen.

New Highs / New Lows: Gib das Verhältnis an, wie viele neue Hochs im Verhältnis zu neuen Tiefs erreicht wurden. Diese beziehen sich, wie auch die Advance / Declines, immer auf das angebende Zeitfenster. Hier ein Monat, drei Monate, sowie 6 Monate.

Fear & Greed Index: Hierbei handelt es sich um einen Stimmungsindikator, der die Emotionen am Markt misst. CNN Money errechnet den Fear & Greed Index aus sieben weiteren Marktindikatoren und mach damit die Emotionen am Markt messbar. Der Fear & Greed Index ist für mich ein Kontraindikator. Um so höher die dargestellten Werte sind, desto wahrscheinlicher ist eine Korrektur.

Distribution Days des S&P500: Dieses Feld zählt die Summe aller Distributionstage in den letzen 20 Handelstage. Ein Tag wird als Distribution Day gewertet, wenn der Index unter höherem Volumen mindestens 0,2% abgibt. William O’Neil hat diesen Indikator in seinem Buch Wie man mit Aktien Geld verdient zur Bestimmung von Wendepunkten großer Indizes genutzt. Er interpretiert einen Distribution Day damit, dass viele Institutionen große Aktienpakete verkaufen. Mindestens vier dieser Tage in einem Zeitfenster von 20 Handelstagen kann eine Korrektur oder einen längerfristigen Abwärtstrend einleiten.

Accumulation Days des S&P500: Hier geht es zur Beschreibung.

Gleitende Durchschnitte / Moving Averages

Im unteren mittleren Teil findest du den Abstand großer Indizes von ihren Mittelwerten der letzen 20, 50 und 200 Tage. Liegt der Index über dem Mittelwert, ist dies sowohl durch ein “+”, wie auch durch eine grüne Zelle gekennzeichnet. Liegt der Index unter dem Mittelwert, erhält der Wert ein “-“, sowie eine rot hinterlegte Zelle.

Neben den großen Indizes der US Märkte, Deutschland, Europa und der Welt findet ihr hier auch den Abstand zu den Durchschnitten des Thomson Reuters Private Equity Fund, sowie den Goldman Sachs Commodity Institutional Index.

Auch hier unterscheide ich wieder zwischen kurzfristigen Trends (20 Tage), mittelfristigen Trends (50 Tage) und langfristigen Trends (200 Tage). Liegt der aktuelle Kurs über den Durchschnitten, so ist der Trend intakt.

Optionen Put / Call Ratio

Im unteren Bereich stellt der Market Monitor die für uns Optionshändler wichtige Put/Call Ratio dar. Diese unterteile ich hier in EOD (End of Day, Tagesende) und in den Höchstwert innerhalb des Tages. Hintergrund der Unterteilung ist die Tatsachse, dass während des Handelstages der Bedarf an Put Optionen stark steigen und zum Tagesende wieder fallen kann. Mit dieser Darstellung hat man eine Übersicht der Absicherungsbedarfe sowohl untertägig, wie auch am Tagesende.

Fazit und Zusammenfassung

Der Market Breadth Monitor ist ein Hilfsmittel, was ich täglich nutze, um die Stimmung auf den Märkten messbar zu machen. Er vereint die Volatilitäten wichtiger Futures, Market Breadth, die gleitenden Durchschnitten der großen Weltindizes und die Put/Call Ratio, die gerade für Optionshändler wichtig ist. 

Mit einem täglichen Blick auf den Market Monitor entwickelt man ein Gefühlt dafür, wann man lieber die Märkte am Seitenrand beobachten sollte und wann es Zeit ist vollständig investiert zu sein. Er ist ein Instrument, um seine Einstiege in den Markt zu feintunen und somit die Rendite schließlich zu maximieren. Gleichzeit hilft er aber auch dabei rechtzeitig aus dem Markt auszusteigen, seine Gewinne zu sichern und die Verluste zu begrenzen.

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